Die Feuerwerksinitiative – Die Entscheidung liegt beim Volk

Nach dem Scheitern des indirekten Gegenvorschlags in der Schlussabstimmung des Parlaments entscheidet nun die Schweizer Bevölkerung direkt über die Feuerwerksinitiative. Damit steht die ursprüngliche Initiative ohne parlamentarischen Kompromiss zur Abstimmung. Für ProFeuerwerk ist klar: Jetzt braucht es eine starke und sachliche Nein-Kampagne, um die Schweizer Feuerwerkstradition zu erhalten.

Wie kam es dazu?

Die Feuerwerksinitiative wurde am 3. November 2023 mit über 137'000 gültigen Unterschriften eingereicht. Sie verlangt ein schweizweites Verbot des Verkaufs und der Verwendung von lärmerzeugendem Feuerwerk für Privatpersonen.

Am 24. Januar 2024 beschloss der Bundesrat, die Initiative ohne direkten oder indirekten Gegenvorschlag zur Ablehnung zu empfehlen. Er begründete dies damit, dass Kantone und Gemeinden bereits heute über die notwendigen gesetzlichen Grundlagen verfügen, um Feuerwerk bei Bedarf zeitlich oder örtlich einzuschränken. Ein nationales Verbot sei deshalb nicht erforderlich.

Im Verlauf der parlamentarischen Beratungen entschied sich die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrates (WBK-N) am 31. Januar 2025, einen indirekten Gegenvorschlag auszuarbeiten. Ziel war es, einen ausgewogenen Kompromiss zwischen den Anliegen der Initiative und dem Erhalt der Schweizer Feuerwerkstradition zu schaffen.

Am 11. Dezember 2025 stimmte der Nationalrat diesem indirekten Gegenvorschlag zu. Anschliessend unterstützte auch der Ständerat den Kompromiss.

In der Schlussabstimmung vom 19. Juni 2026 fand der indirekte Gegenvorschlag jedoch keine Mehrheit und wurde abgelehnt. Damit scheiterte der Kompromiss und die ursprüngliche Feuerwerksinitiative kommt nun ohne Gegenvorschlag direkt vors Volk.

Die Schweizer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger entscheiden somit direkt über die Zukunft des privaten Feuerwerks.

Für ProFeuerwerk ist klar: Ein verantwortungsvoller Umgang mit Feuerwerk lässt sich bereits heute mit den bestehenden Gesetzen sowie den kantonalen und kommunalen Regelungen sicherstellen. Ein landesweites Verbot ist aus unserer Sicht weder notwendig noch verhältnismässig.

Ein Ja zur Initiative verändert den Himmel der Schweiz

Feuerwerk gibt Lebensfreude ProFeuerwerk

Vorher

Bild wenn Feuerwerk verboten wird ProFeuerwerk

Nachher

Welche Folgen hätte die Feuerwerksinitiative?

Die Feuerwerksinitiative würde die Schweizer Feuerwerkskultur grundlegend verändern. Entgegen dem Eindruck, dass lediglich besonders lautes Feuerwerk betroffen wäre, hätte sie weitreichende Auswirkungen auf nahezu alle klassischen Feuerwerksarten.

Jedes Höhenfeuerwerk, ob Rakete oder Batterie, benötigt eine Zerlegerladung, damit die farbigen Effekte am Himmel entstehen. Sowohl der Abschuss als auch diese Zerlegerladung erzeugen Schall. Ein klassisches Höhenfeuerwerk ohne Lärm gibt es technisch nicht.

Wird die Initiative angenommen, wären deshalb private Feuerwerke am 1. August und an Silvester, Gemeinde und Stadtfeuerwerke, Hochzeitsfeuerwerke, Vereinsfeste sowie viele weitere traditionelle Anlässe in ihrer heutigen Form nicht mehr möglich. Die Initiative sieht Ausnahmen nur für Feuerwerke von überregionaler Bedeutung vor. Nach Einschätzung von ProFeuerwerk würden schweizweit voraussichtlich nur noch rund fünf Grossfeuerwerke diese Voraussetzungen erfüllen.

Für die Bevölkerung blieben hauptsächlich Fontänen und Wunderkerzen und wenige weitere leise Feuerwerksartikel. Das klassische Feuerwerk mit Raketen, Batterien und farbenprächtigen Bouquets am Himmel wäre künftig verboten und könnte bei privaten Feiern, Gemeindeanlässen sowie am 1. August oder an Silvester nicht mehr durchgeführt werden.

Auch für die Feuerwerksbranche hätte dies gravierende Folgen. Mit einigen wenigen Randprodukten kann keine Branche bestehen. Feuerwerk lebt von seiner Vielfalt, seinen eindrucksvollen Effekten und den gemeinsamen Erlebnissen. Ein Verbot der wichtigsten Feuerwerksarten würde zahlreiche Fachgeschäfte, Importeure, Hersteller, Veranstalter sowie viele Arbeitsplätze gefährden und eine jahrzehntelange Schweizer Feuerwerkstradition weitgehend beenden.

Mehr Sicherheit durch ein Verbot?

Ein Verbot allein garantiert nicht automatisch mehr Sicherheit. Erfahrungen aus anderen Ländern zeigen, dass Verbote auch unerwünschte Nebenwirkungen haben können.

In den Niederlanden beschäftigt der Handel mit illegal importiertem Feuerwerk die Behörden seit diesem Jahr. Kritiker des dortigen Verbots warnen davor, dass die Nachfrage nicht einfach verschwindet, sondern sich teilweise auf den Schwarzmarkt verlagert. Dadurch gelangen Feuerwerkskörper unbekannter Herkunft und ohne Sicherheitskontrollen in Umlauf.

In der Schweiz werden legale Feuerwerksartikel nach klaren gesetzlichen Vorgaben geprüft und verkauft. Aus Sicht von ProFeuerwerk trägt ein regulierter Markt mit kontrollierten Produkten mehr zur Sicherheit bei als ein Verbot, das den illegalen Handel begünstigen könnte. Unser Ziel ist deshalb ein verantwortungsvoller Umgang mit geprüftem Feuerwerk statt eine Verlagerung auf den Schwarzmarkt.

Warum es uns alle betrifft

Wenn wir Feuerwerk zünden, feiern wir das Leben.

Ob am 1. August, an Silvester oder bei besonderen Momenten im Leben – es sind Augenblicke, die uns als Gemeinschaft prägen.

  • Ein Verbot nimmt uns diese Emotionen.
  • Es nimmt uns ein Stück Freiheit.
  • Es nimmt uns ein Stück Schweiz.

Hilf uns das zu bewahren

Die Initiative und der Gegenvorschlag gefährden nicht nur unsere Tradition, sondern auch eine ganze Branche. Sie alle wären von massiven Einschränkungen betroffen.

  • Unternehmen  
  • Vereine
  • Fachkräfte
  • Familien

Von der Initiative direkt betroffen

Zahlreiche Unternehmen, Vereine und Fachkräfte aus der Feuerwerksbranche würden durch die geplanten Einschränkungen massiv leiden. Gemeinsam setzen wir uns für den Erhalt unserer Tradition ein.

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